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IKK classic: Beitragssatz sinkt um 0,2 Prozentpunkte

IKK classic: Beitragssatz sinkt um 0,2 Prozentpunkte

 

Haushaltsvolumen 2018 steigt auf 10,5 Milliarden – Verwaltungsrat fordert Reform des Kassen-Finanzausgleichs

 

Die IKK classic wird ihren Zusatzbeitragssatz um 0,2 Prozentpunkte senken. Das beschloss der Verwaltungsrat der Krankenkasse bei seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag. Die Beitragssatzsenkung greift zum 1. Mai 2018. Dann beträgt der Zusatzbeitrag der IKK classic 1,2 Prozent.

 

„Wir freuen uns, dass wir unseren Versicherten mit dieser spürbaren Senkung eine solide Finanzentwicklung unserer Kasse weitergeben können“, sagt Roland Schmitt, Regionalgeschäftsführer der IKK classic in Rhein-Neckar. „Die Entscheidung des Verwaltungsrats spiegelt nicht nur die momentane günstige Konjunktur, sondern auch eigene Management-Anstrengungen“, erklärt Schmitt im Hinblick auf den organisatorischen Umbau und die Neuausrichtung der IKK classic währen der vergangenen anderthalb Jahre.

 

Mit Ausgaben von rund 10,044 Milliarden Euro und Einnahmen von rund 10,176 Milliarden Euro wird die IKK classic das Geschäftsjahr 2017 voraussichtlich mit einem Einnahmenplus von rund 133 Millionen Euro abschließen. Der Haushaltsplan für 2018, den der Verwaltungsrat beschlossen hat, sieht einen Anstieg der Leistungsausgaben um 4,4 Prozent vor. Der Gesamthaushalt der Kasse wird dann ein Volumen von 10,5 Milliarden Euro haben.

 

Auch wenn die Finanzentwicklung der IKK classic nach oben weist, kritisiert Schmitt doch die „unfairen Rahmenbedingungen“ durch den so genannten Morbi-RSA, den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen. Offenkundige Mängel in dem Konstrukt würden den Wettbewerb in der Krankenkassenlandschaft nachhaltig verzerren. Besonders eine Kassenart erhalte dadurch Geldzuweisungen, die ihren Bedarf permanent übersteigen, sagte Schmitt. Deshalb haben kürzlich die Verbände fast aller Kassenarten „in seltener Einmütigkeit“ an die Politik appelliert und gefordert, dass eine künftige Regierung diesen Missstand endlich beende und die Reform des Morbi-RSA vordringlich angehe. „Der Verwaltungsrat der IKK classic unterstützt diese Initiative nachdrücklich“, so Schmitt.